Von wegen Sauerkraut – Das Essen im Norden Ugandas

Das Essen hier im Norden Ugandas ist sehr vielfältig, deswegen stellen wir euch mal ein paar Gerichte vor, die wir häufig essen. Dabei können wir nur über den Norden berichten, da sich das Essen im Süden aufgrund der klimatischen Bedingungen von dem Essen im Norden unterscheidet.

Unser Tag beginnt meistens mit Toast und Tee/Kaffee, dazu gibt es Avocado und Odi (Erdnussmuß). Odi wird sowohl für süße, als auch für herzhafte Gerichte verwendet. Oft gibt es auch Chapati (Teigfladen in Öl gebraten) oder „Rolex“ (ein Omelette eingerollt in Chapati: „Rolex“ ist die mundläufige Abkürzung für „rolled eggs“). Chapati und Rolex bekommt man hier als „street food“ an jeder Straßenecke für wenig Geld. Die Ugandis essen auch gerne deftige Sachen zum Frühstück, wie z.B. Süßkartoffeln, Kürbis oder Cassava mit Odi. Nicht selten auch ein Stück Fleisch dazu.

Mittags und abends gibt es immer warmes Essen. Reis und Bohnen sind jeden Tag dabei. Dazu gibt es häufig:

  • Süßkartoffeln: Die sind hier weiß und deutlich süßer als die importierten orangenen Süßkartoffeln aus den deutschen Supermärkten
  • Cassava: Ein Wurzelgemüse, dass von der Konsistenz an eine Mischung aus Möhre und Kartoffel erinnert
  • Poscho: Maismehl gemischt mit Wasser in der Konsistenz eines Kloßes
  • Greens: Spinat, grüne Bohnen, Erbsen oder auch anderes Gemüse, wie z.B. Auberginen, Weißkohl oder Pilze (größer, geschmacksintensiver und süßer als die deutschen Waschlappen-Pilze)
  • Salzkartoffeln
  • Fleisch: Hühnchen (meistens Sonntags), Ziege (zu besonderen Anlässen) oder Rind (sehr selten)
Süßkartoffeln, Poscho, Greens, Beans, Soße aus Odi
Cassava, Poscho, Reis, Erbsen, Greens, Ziegenfleisch

An Früchten gibt es beispielsweise unglaublich gute Ananas, Wassermelonen, große sowie kleine Bananen, Passion Fruits und je nach Saison auch Papayas, Orangen und Mangos.

Viele Gemüse- und Obstsorten kommen bei uns aus dem eigenen Garten, z.B. Cassava, Kürbis, Pilze, Papaya, Mango, Orangen. Abgepacktes Fleisch, wie wir es aus Deutschland kennen, gibt es hier nicht. Die Tiere laufen entweder auf dem eigenen Gelände herum oder werden auf dem Markt lebendig gekauft und privat geschlachtet.

Das ist zwar eine Limette, aber auch die Orangen haben hier eine grüne Schale

Die meisten Ugandis essen das Essen mit den Fingern. Uns wird jedoch meistens Besteck dazu gereicht.

„…Besteck dazu…“

Nach anfänglichen Magenproblemen (die wir erwartet hatten) haben wir uns schnell an das ugandische Essen gewöhnt und mögen es sehr gerne 🙂

Und was wir aus Deutschland so vermissen? Vollkornbrot, Schokolade, Marmelade, Käse, Essen ohne cooking oil, Müsli, Kuchen, Nutella, Äpfel… Diese Sachen hätten wir zwischendurch mal gerne, aber weil das Essen hier auch so gut schmeckt, ist es kein schmerzhaftes Vermissen.

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