Hallo Alltag!

Hallo alle zusammen!

Nachdem wir uns nun hier in St. Mauritz gut eingelebt haben, möchten wir euch von unseren Erfahrungen und unserem bisherigen Alltag berichten. 

Uganda befindet sich weiterhin im Lockdown, weshalb wir nicht direkt in den Schulalltag einsteigen konnten. Das hat uns direkt zu Anfang vor Herausforderungen gestellt, und wir wurden ins kalte Wasser geworfen. So fiel es uns am Anfang schwer, mit eigenen Projekt zu starten, die bei den Kindern auch Interesse wecken.

Zu unserem Glück dürfen Gottesdienste seit kurz vor unserer Ankunft wieder stattfinden, weshalb wir direkt Zugang zur Community hatten. In der ersten Messe haben wir uns vorgestellt und wurden von allen sehr herzlich aufgenommen.

Wir haben uns also langsam herangetastet: Die erste Nachmittagsaktion haben wir mit den Dance- Girls der Sonntagsmesse gestartet. Diese kannten wir bereits, da wir herzlich eingeladen worden waren, mit ihnen zu tanzen. So haben wir nach und nach gelernt, was bei den Kindern hier gut ankommt und worauf wir achten müssen. Fußball ist hier zum Beispiel sehr beliebt und als wir dazu aufgerufen haben, sind auf einmal über 100 Kinder gekommen, während Gruppenspiele nicht für jeden was ist.

Nach dieser ersten Zeit haben wir jetzt einen groben Wochenplan aufgestellt, dessen Details wir jeden Sonntag in der Messe vorstellen.

Dass die Schulen immer noch geschlossen sind hat allerdings auch noch andere Folgen. Viele Kinder der Community verbringen sehr viel Zeit innerhalb ihrer Familien und knüpfen weniger soziale Kontakte außerhalb. Dies führt unter anderem dazu, dass sie kaum noch Englisch sprechen, denn die Sprache wird hauptsächlich in der Schule gelernt und vertieft. Man kann sich vorstellen, dass nach eineinhalb Jahren da bei manchen nicht mehr viel hängengeblieben ist.

So hat uns Fr. Cyprian gebeten, den Kommunionskindern, die zur Zeit drei mal die Woche den Compound besuchen, ein paar Englischeinheiten zu geben. Auch wenn dies Spaß macht, war es für uns zuerst ein wenig überfordernd, Unterricht zu geben, wo wir doch noch nie eine Stunde hier miterlebt haben und somit nicht das übliche Protokoll kennen.

Zusätzlich verbringen wir viel Zeit in der Library auf dem Gelände, denn dort finden Computerstunden statt, die Ida und Johann im Sommer gestartet haben. Mehrmals die Woche kommen dafür interessierte Jugendliche aus der Gemeinde, denen wir dann Einzelstunden an den zwei Computern geben. 

Am Wochenende ist hier immer viel los: Samstags üben wir fleißig gemeinsam mit den Dance-Girls und den Messdienern für die Messe am folgenden Tag, spielen Spiele und Fußball oder sind auf einer function im Umkreis eingeladen. Am Sonntag kommen dann bestimmt 400 Menschen zu den beiden Messen, die auf Acoli und Englisch gehalten werden. Danach finden sich immer viele Kinder zusammen, die uns ihre Tänze und Spiele zeigen. Beim allsonntaglichen Fußballmatch wird sich dann nochmal richtig ausgepowert. Die pralle Sonne ist dabei allen (außer uns) ziemlich egal.

Die nächste Woche starten wir dann immer mit einer Acoli-Unterrichtsstunde. Martina, unsere Lehrerin, hilft uns zwei mal die Woche dabei, in die Sprache hereinzufinden. 

Wir sind allen, besonders unserer Mentorin Kevin und Fr. Cypi, sehr dankbar, die uns den Einstieg so leicht wie möglich gemacht haben und uns immer mit Rat und Tat zur Seite zu stehen!

Apwoyo matek und bis zum nächsten Mal!

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