Erster Eintrag

Ab dem 15.08.2019 werden wir, Ida Rose und Johann Osewold, für ein Jahr in Obiya Palaro, Uganda sein. Dort leisten wir einen Freiwilligendienst, in den wir vom Bistum Münster, unserer Trägerorganisation, entsendet werden.

In diesem Blog möchten wir alle, die an unseren Erlebnissen, Erfahrungen und Eindrücken interessiert sind, auf dem Laufenden halten.

Auch wenn wir Sie und euch nicht alle gut kennen, nehmen wir es uns einfach mal heraus, Sie und euch ab jetzt nur noch „euch“ zu nennen. Das ist beim Schreiben weniger nervig und sorgt unserer Meinung nach auch für eine entspanntere „Blog-Athmosphäre“, wenn‘s denn sowas gibt.

Wir hoffen, dass wir regelmäßig Einträge hochladen werden; wenn wir eurer Meinung nach schleifen lassen, schreibt einfach eine ungeduldig anmutende Mail an ida_johann.uganda@web.de. Über diese Adresse, bzw. einen Verteiler, informieren wir über neue Blog-Einträge; für den Fall, dass du noch nicht Teil dieses Verteilers bist, schicke doch bitte eine kurze Mail an ebenjene Mail-Adresse.

Genug Formelles bis hierher, jetzt kommen die wirklich interessanten Sachen:

Die Freiwilligen 2019/20

Mein Name ist Ida Rose, ich bin 18 Jahre alt und komme aus Münster.  Zusammen mit meinen Eltern und meinen Brüdern Ali (17) und Lasse (20) wohne ich in Gremmendorf. Meine beiden anderen Geschwister Nele (23) und Nils (25) studieren und wohnen nicht mehr zuhause. In meiner Freizeit mache ich viel Sport, treffe mich mit Freunden und gehe mehrmals in der Woche Babysitten.

Wie ich auf den Freiwilligendienst gekommen bin:

Mir war schon ziemlich lange klar, dass ich nach meinem Abitur, welches ich dieses Jahr am Schlaun-Gymnasium gemacht habe, gerne ins Ausland gehen würde.  Gleichzeitig wollte ich die freie Zeit nutzen, um mich sozial zu engagieren. Durch Internetrecherchen bin ich auf das Programm `weltwärts` gestoßen und habe mich über die Möglichkeit einen Freiwilligendienst im Ausland zu absolvieren, informiert. Somit konnte ich den Auslandsaufenthalt mit sozialem Engagement verbinden, mein Plan stand fest! Durch meinen Nachbarn wurde ich letztendlich auf das Bistum Münster und deren Projekte aufmerksam. Nachdem ich auf der Seite des Bistums war, habe ich gleich meine Bewerbung abgeschickt.

Und ich bin Johann Osewold aus Münster-Mauritz, auch 18 Jahre alt. In meiner Freizeit spiele ich am liebsten Fußball und Klavier. In den letzten Jahren war ich in der Schule in Projekten mit jüngeren Schülern aktiv. Außerdem war ich in St.Mauritz Messdienerleiter und Leiter in unserem Jugendtreff K.o.T..

Wie ich auf einen Freiwilligendienst gekommen bin:

Vor Kurzem habe ich Abitur am St. Mauritz-Gymnasium gemacht und zur Zeit ist mein Berufswunsch Kinderarzt. Nach 12 Jahren Schule und vor mindestens 6 Jahren Medizinstudium habe ich mir eine gründliche Lern-Pause gewünscht. Da ich etwas anderes als Industrieländer sehen möchte, habe ich mich für ein Jahr in einem Entwicklungsland entschieden. Tatsächlich beworben habe ich mich allerdings erst kurz vor der Anmeldefrist, auf Empfehlung einer ehemaligen Freiwilligen. Zur Gemeinde St. Mauritz Obiya Palaro habe ich eine besondere Bindung, da es die Partnergemeinde von St. Mauritz, meiner Heimat-Gemeinde, ist.

Wir beiden sind die ersten Freiwilligen vom Bistum Münster, die in Obiya Palaro sein werden. Dieser Blog wird sehr wahrscheinlich in ziemlich genau einem Jahr von unseren Nachfolgern weitergeführt werden.

Von „weltwärts“, dem deutschen Dachverband für Freiwilligendienste, sind zwei Vorbereitungswochen vorgeschrieben, von denen wir eine in Münster-Hiltrup und die andere in Berlin absolviert haben. Dort ging es um ganz verschiedene Themen, von Heimweh über objektive Berichterstattung zu Krisenmanagement.

Obiya Palaro – Unsere Projektstelle

Im Dorf Obiya Palaro im Norden Ugandas liegt die katholische Gemeinde St. Mauritz.

Es gibt hier einen Kindergarten, der in Uganda die Rolle einer Vorschule übernimmt, eine Schule und eine Krankenstation. Über die Einrichtungen selbst wissen wir noch nicht so viel. Sie sind mit deutscher Hilfe entstanden, unterstützt durch die Gemeinde St. Mauritz in Münster, bzw. konkret durch den Verein Uganda-Hilfe St. Mauritz e.V..

Über die Struktur usw. von Schule & Co. wird bestimmt im Blog bald etwas zu lesen sein.

Und wo genau werden wir anpacken? Ehrlich gesagt wissen wir es noch nicht.

Wir sind ja die ersten Freiwilligen in Obiya Palaro, daher gibt es im Gegensatz zu den meisten anderen Projektstellen des Bistums noch keine etablierte Nische für Freiwillige. Das heißt, wir werden mal schauen, wo wir helfen können und worauf wir Lust haben.

Die Schule interessiert uns beide. Dort können wir vielleicht Hausaufgaben zu korrigieren oder den Lehrer auf eine andere Weise unterstützen. Wichtig zu wissen ist, dass wir als Freiwillige keine Arbeitsstellen vor Ort ausfüllen, sondern unterstützend wirken. Möglicherweise können wir auch ein Nachmittagsangebot in Form von AG‘s schaffen.

Wir werden im Gemeindezentrum von St. Mauritz wohnen, in dem Haus, wo auch der verantwortliche Father Cyprian wohnt (zu ihm unten mehr). Wir haben jeder unser eigenes Zimmer und werden von den Schwestern bekocht (zum Essen wird bestimmt auch noch ein Post auftauchen). Wir wohnen also quasi direkt an unserem Arbeitsplatz.

St. Mauritz ist Teil des „archdiocese Gulu“  (=Bistum Gulu). Gulu ist die nächstgelegene Stadt, die mit ca. 100.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt Ugandas ist. Dorthin sind es von Obiya Palaro aus etwa 3 km. In der Stadt soll es so gut wie alles geben, was man so braucht; ob das stimmt, wird sich zeigen und dann den Weg  in einen nachfolgenden Post finden.

Wie in den anderen Projekten auch gibt es für uns zwei Ansprechpartner vor Ort.

Hauptverantwortlicher und auch Ansprechpartner für unsere Entsender in Deutschland ist Father Cyprian. Er ist Priester in St. Mauritz und unser Boss. Er war auch schon in Deutschland, um seine Partnergemeinde St. Mauritz Münster zu besuchen. Bei seiner Abschiedsmesse war ich, Johann, Messdiener und kenne ihn daher flüchtig.

Eine weitere Ansprechpartnerin für uns ist Kevin, kein wie in Deutschland männlicher Kevin, sondern eine weibliche Sozialarbeiterin.

Wegen der Kooperation mit der Kirchengemeinde St. Mauritz Münster ist manchmal auch deutscher Besuch in Obiya Palaro. In Nakaseke im Süden Ugandas sind außerdem zwei weitere Freiwillige vom Bistum Münster, Greta und Josephine, im Einsatz (Link zu deren Blog: http://fsj-uganda.blogspot.com/.

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